Die Laura und die sie begleitenden Lauratalgeister wurden nach dem Ende des 2. Weltkrieges von einigen fasnachtsbegeisterten und alteingesessenen Weingärtler Familien geschaffen. Historische Vorlage dieser Fasnetsfigur ist die Laurasage, eine Sage die bereits in den 1920er Jahren Motive für Moritatengruppe lieferte.
In einer verheerenden Gewitternacht kam ein junger Ritter, seine Braut Laura sowie deren Vater ums Leben. Seither soll Laura zur Mitternachtsstunde im Lauratal manch ängstlichem Zeitgenossen auf Wanderschaft erschienen sein.
Direkt nach dem Krieg bestand das Häs aus einer einfachen Vermummung mit einem weißen Laken. Auch das Gesicht wurde durch ein durchsichtiges Leinen verdeckt. Bereits zwei Jahre später wurden die weißen Gewänder von Kunstmaler Martin Arnold überarbeitet und mit Fledermäusen und Eulen kunstvoll bemalt.
Dennoch war es bereits Ende der 50er Jahre um die Lauratalgeistergruppe geschehen.
Frau Laura und ihre Gesellen versanken in einem Dornröschenschlaf und es dauerte bis 1971, als die Zunft und Jürgen Hohl die Gruppe wieder zu neuem Leben erweckte. Seither prägen die Holzmaske mit den charakteristischen Tränen sowie ein mit Fledermäusen und Erdbeer-sträußchen besticktes Häs ihr Erscheinungsbild. Die Heninhaube, ein Gürtel mit Holzschellen, deren trauriger Klang durch Steine erzeugt wird sowie ein Schlüsselbund als Symbol der Erlösung ergänzen diese einmalige Narrengestalt aus der Altdorfer Sagenwelt.